Erntedankfest – ein Impuls zum Thema „Danken“

erntedankAm vergangenen Sonntag wurde das Erntedankfest gefeiert. Viele Kirchen luden zu besonderen Erntedankgottesdiensten ein, vor allem im ländlichen Raum fanden große Festlichkeiten statt. – Inspiriert durch dieses Fest ein kleiner Impuls zum Thema „Danken“:

Wann danken wir? – Der halbwegs gut erzogene Mensch tut dies recht häufig: Man bedankt sich, wenn der Nachbar am Essenstisch etwas anreicht, wenn ein Autofahrer die Vorfahrt lässt, wenn der Kollege eine Tasse Kaffee oder die Post mitbringt, wenn der Kellner das Essen serviert, wenn Familie und Freunde etwas zum Geburtstag schenken und noch in vielen anderen Situationen. Das Wort „Danke“ begleitet uns im Alltag und kommt uns meistens recht schnell über die Lippen.

Aber ist es nur eine schnell dahin gesagte Floskel oder ein inhaltsschwerer Ausruf? Nur eine antrainierte Höflichkeit oder ein Empfinden gegenüber der anderen Person? Anders formuliert: Wenn wir „Danke“ sagen, haben wir dann auch ein wirkliches Gefühl der Dankbarkeit?

Ich glaube, dass ich diese Dankbarkeit neu entdeckt habe. Die letzte Zeit war für mich vor allem durch den Wahlkampf und die Kommunalwahl geprägt. Dabei habe ich sehr viel Unterstützung erfahren: Hilfe bei Verteilaktionen, Infoständen und Hausbesuchen; Zuarbeit in den verschiedenen Büros und nicht zuletzt das Vertrauen der Wähler am Wahltag. All diese Unterstützung war nicht selbstverständlich. Meist geschah sie völlig uneigennützig, ohne dass jemand anders einen Vorteil davon gehabt hätte.
Oft hatte ich in diesen Situationen das Gefühl, dass es nicht ausreicht, dafür einfach „Danke“ zu sagen. Immer wieder kam es mir in den Sinn, dass dieses Wort, diese Floskel zu wenig ist. Vielleicht ist genau das ein Signal für wirkliche Dankbarkeit.

Mit diesem kleinen Impuls lade ich dazu ein, sich eigene Gedanken zu diesem Thema zu machen und vielleicht zu entdecken, ob bzw. wofür man wirklich dankbar ist.

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